Die 3G Kategoriesieger beim Bundeswettbewerb!
Die 3G Kategoriesieger beim Bundeswettbewerb!

Sie haben tatsächlich gewonnen: Die eineinhalb Jahre Arbeit der 3G an ihrem Projekt 3000 Schiffe – alle in einem Boot“ haben sich ausgezahlt. Nun sind sie Sieger der Kategorie „Politik brandaktuell“ – die Wolki gratuliert allerherzlichst!

Ein Strich-Boot im Schulhof, 3000 Papierschiffe, unzählige Seiten aus ausgemusterten Bibliotheksbüchern: Das sind die Basiszutaten des Films, mit dem die Klasse 3G es geschafft hat, den Hauptpreis der Kategorie „Politik brandaktuell“ der Bundeszentrale für Politische Bildung zu gewinnen.

Etwa 2.800 Schülergruppen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und dem deutschsprachigen Teil Belgiens, sowie Schulen aus vielen europäischen und außereuropäischen Ländern haben sich heuer am größten deutschsprachigen Wettbewerb zur politischen Bildung beteiligt. Organisiert wird er von der Bundeszentrale für Politische Bildung BPB, heuer bereits zum 45. mal. Schülerinnen und Schülern bietet er die Möglichkeit, sich in ein komplexes aktuelles politisches Thema einzuarbeiten und bewertet Arbeitsfähigkeiten und Kompetenzen ebenso wie Teamwork und selbständiges Recherchieren.

Zur Preisübergabe am Dienstag, 2. Februar 2016 um 8.30 Uhr, reisen die Verantwortlichen der Bundeszentrale aus Bonn direkt an, anwesend werden neben Eltern, Direktorin Gabriela Engl auch Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Bildungslandesrat Philipp Achammer, Bürgermeister Peter Brunner und Kulturstadträtin Monika Leitner sein. Für die Schülerinnen und Schüler der 3G bleibt die Preisübergabe, immerhin 1.500 Euro – auf Wunsch der BPB – bis zum letzten Moment eine Überraschung.

Der Film „3000 Schiffe in einem Boot“ entstand in einem Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren. Claudia Tilk, Kunstpädagogin an der Mittelschule Oswald von Wolkenstein, legte Wert auf einfachste Mittel, die jederzeit in der gewohnten Schulumgebung zu finden sind. Aussortierte Bücher der Schulbibliothek, die ihrerseits auf eine Reise ins Ungewisse gingen, lieferten die anfängliche Idee. Herausgetrennte Papierseiten wurden von den Schülerinnen und Schülern zu Schiffen gefaltet, gestempelt und nummeriert. Sie stehen als Symbole für eine unfreiwillige Reise, die viele Fragen aufwirft und die schlussendlich doch zu Menschlichkeit und Miteinander führt. Die thematische Nähe zu brandaktuellen politischen Thematiken wie Flucht und Menschenrechte, die Suche nach dem eigenen Tun-Können und den eigenen Werten hat  die Jury schließlich überzeugt. Laut Claudia Tilk hatte der Film von Beginn an den Zweck, Schüler und Schülerinnen dazu anzuregen, die eigene Umwelt aktiv mitzugestalten und Menschen anzuregen, sich an sozialpolitischen Denkprozessen zu beteiligen. Alexander Werth vom Amt für Medien in Bozen zeichnet für den Schnitt des Videos verantwortlich.

Geplant ist eine Fortsetzung des Projektes in Form einer Ausstellung an einem öffentlichen Ort im Frühjahr 2016. Die 3.000 Papierschiffe – die übrigens zwei Mal gefaltet werden mussten, weil sie irgendwann mit Abfall verwechselt wurden – werden im 8 Meter langen Strichboot angeordnet und dann Stück für Stück verkauft. Der Erlös soll, laut Klasse 3G, einem guten Zweck zugute kommen.

 

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